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Dienstag, 13. Januar 2015

Pause...

Auch und hier gilt der alte Lehrerwitz:

Was ergibt Zehnpacken weniger Neunpacken?

Einpacken.

Danke, ab nach Hause.

Donnerstag, 8. Januar 2015

JE SUIS CHARLIE

Die Mörder in Paris riefen:

Allahu Akbar.

Das bedeutet jedoch nicht, dass sie mit dem Islam übereinstimmen.

Das Gleiche gilt für mich, wenn die Menschen von Pegida rufen:

Wir sind das Volk.

Samstag, 3. Januar 2015

Die Welt ohne Navi...

Unbekannte Welt!
Ja, völlig unbekannte Welt.
Da fährt man von Puderbach nach Wissen, und um einen herum eine völlig unbekannte Welt.
Seit 2009 haben wir in unserem PKW ein hochwertiges Navigationssystem, aber wir gebrauchen es nicht.
Warum auch?
Die Welt zwischen Köln und unserem Wohnsitz ist uns so bekannt, dass wir alle Wege ohne das Navi trefflich meistern können.
Aber gestern mussten wir nach Wissen.
Nach Wissen?
Ja, zur Augenärztin - denn im Umkreis von 34 Kilometern hatte nur sie die Praxis geöffnet.
Daher - rein ins Auto, das Navi aktiviert und los ging's.
Die uns bekannten Baustellen wollte das Navi umfahren, aber nicht mit uns.
Einfach quer durch, die Damenstimme verstummte für einen Moment, um dann festzustellen:
Fahren sie weiter geradeaus.
Was wir auch taten.
Aber: Auf der Strecke blieben die höflichen und neugierigen Blicke nach links und rechts.
Diese Blicke fehlten uns, weil die Damenstimme ja den Tackt vorgab.
Weiter, einfach immer nur weiter...
Dort, wo wir früher auf dem Weg in die Provence gerne einmal anhielten, um frischen Rosmarin oder Thymian zu bestaunen, das blieb gestern einfach auf der Strecke, denn die freundliche Damenstimme ermunterte ständig zur Weiterfahrt, und nicht, um Land und Leute kennen zu lernen.
Armes Navi, es gibt zwar die Richtung vor, hat aber von Kultur leider überhaupt keine Ahnung.
Auf der Rückfahrt blieb daher die Damenstimme stumm.
Ein echter Genuss.

Dienstag, 30. Dezember 2014

Schnee, endlich Schnee !

Eine Amsel sitzt im schneebedecktem Futterhäuschen, die Schindeln aus Zedernholz leisten guten Schutz, und sie frisst sich durch die gesamte Vogelfutterpracht.

Da wollen wir sie nicht stören und ziehen uns zurück.

Es folgen Dompfaffe, Blaumeisen und Rotkehlchen.

Sie futtern jeweils um 11:00 Uhr und gegen 16:00 Uhr, pünktlich Tag für Tag.

Wir werden nichts krachen lassen und auch sonst sehr leise sein.

Mal schau'n, was kommt !

Ganz besondere Grüße gehen in die Schweiz, nach Österreich und nach Tschechien...

Sonntag, 28. Dezember 2014

Der Baum brennt !

Ich kann die Leute nicht verstehen, die sich einen künstlichen Weihnachtsbaum in den Keller legen und jedes Jahr dann zur rechten Zeit geschickt per Hand den Baum wieder herstellen.
Verstehe ich nicht.
Aber ich will mich mal nicht beklagen...
Jedes Jahr taucht bei uns die Frage auf: Echte Kerzen oder nicht?
Bisher, seit Jahrzehnten - echte Kerzen.
Bis, ja bis auf das letzte Jahr.
Ich stand in der Küche und hörte ein: Schnell, schnell, komm her, der Baum brennt!!!
Als ich ins Zimmer gehechtet kam, hatte die Liebste mit der nächstliegenden Decke den Brand schon erstickt.
Aber wir waren fertig mit den Nerven.
Daher kam nun in diesem Jahr die Diskussion wieder auf und ich erhielt Freie Fahrt.
Datthastenittjesehen!
Sofort setzte ich den Rechner in Betrieb und landete kurze Zeit später bei Conrad Electronic.
Funkferngesteuert, zehn LED-Kerzen für € 24,90. Watt willste mehr?
Bestellt und geliefert, und was kommt? A E G.
Auspacken, einschalten geht nicht.
Die Fernbedienung gibt keinen Mucks.
Der Service: Senden sie zurück, wir liefern komplett neu.
Die Lieferung kommt, ich baue zusammen, was zusammen gehört, drücke auf die Taste: Es brennt.
Die Liebste erscheint, erhitzt von der Kölner Weihnachtsfeier, und meint:
Zehn ist ja ein bisschen wenig.
Nach Rücksprache mit dem Service: Das Signal reicht auch für zwanzig Kerzen, entscheiden wir, beide Lieferungen zu behalten.
Danach führe ich ein kurzes Gespräch mit dem Vertrieb, wobei ich darauf hinweise, dass in jeder Lieferung ein Gutschein über € 7,50 enthalten ist.
Kein Problem, wir senden ihnen per Mail eine entsprechende Gutschrift.
Nun haben wir die Gutschrift erhalten und zahlen für die zwanzig Kerzen noch € 35,00.
Das passt und der Baum brennt.
Die Töchter haben natürlich noch echte Kerzen dazu gestellt.
Ging nicht anders, aber ging auch gut.
Dazu dann zwei Flaschen von Borie de Maurel - Belle de Nuit.
Sehr lecker !!!

Dienstag, 23. Dezember 2014

Eierlikör nach Opa Arnold ... a.d. 1920

Für alle diejenigen, die noch wissen, was Qualität bedeutet.

8 frische Eidotter
250 Gramm Puderzucker
3 Tütchen Vanillezucker
1/2 Liter warme Milch
250ml reiner Alkohol

Bis auf den Alkohol werden die Zutaten in einer Edelstahlschüssel über dem Wasserbad aufgeschlagen. Das dauert ein paar Minuten und der Rezeptgeber schreibt:
Immer nur in einer Richtung. Habe ich gemacht.
Danach erfolgt dann die Hochzeit mit dem Alkohol und die Verbindung klappt sofort.
Es kommt ein Eierlikör zum Vorschein, wie man ihn nicht kaufen kann.

Aber Vorsicht:
Das ist der Eierlikör, nach dessen Genuss unsere Grossmütter schon am Nachmittag kichern mussten...

Das Rezept stammt von meiner Urgrossmutter, die war gelernte Köchin.
Was man schmeckt...

Haltbarkeit: Vier Wochen im Kühlschrank.

Donnerstag, 18. Dezember 2014

Die Fakten liegen auf dem Tisch !

Also, nicht ganz...
Die Keule vom Überläufer ruht in der Kühlung, aber ich war anwesend, als der Förster aus Döttesfeld geliefert hat. Glatte 1,7 Kilogramm. Mit Knochen.
Natürlich mit Knochen, das gibt der Keule beim Schmoren im Gussbräter doch zusätzliche Würze.
Eingelegt wird die Keule wie immer in einem Rotweinsud von der Ahr.
Am Montag, das sind dann, wenn ich richtig zählen kann, ganze drei Tage und drei Nächte,
bis sie dann am Donnerstag mit Speck, Zwiebeln und Gewürzen im Rohr landet.
Vorher wird der Heringssalat Elfriede zubereitet.
Wobei die Bezeichnung Heringssalat an sich überhaupt nicht stimmt.
Im Vergleich zu den üppigen Portionen an Rind- und Kalbsbraten sind die paar Matjes, die darin verarbeitet werden, einfach nur eine Randerscheinung.
Aber es ist der eindeutige Wunsch der Töchter, dass diese Spezialität, die es auch nur zu Weihnachten gibt, mal wieder aufgetischt wird.
Worauf ich gespannt bin?
Dass der Schwiegersohn die besten Baklavas präsentiert, die ich jemals gegessen habe.
Die Liebste in diesem Fall übrigens auch...
Wobei: Sie hat eindeutig grösseres Interesse an der Wildschweinkeule.

Freitag, 5. Dezember 2014

Der Himmel auf Erden!

Ja, man kann den Himmel auf Erden kaufen.
Wie bitte?
Ja, dazu braucht man lediglich ein Telefon und die Nummer von Fisch Föh in Kappeln an der Schlei.
So einfach ist das.
Die freundliche Dame dort nimmt die Bestellung auf und ergänzt dies folgendermassen:
Herzlichen Dank für die Bestellung.
Die Aale werden morgen frisch geräuchert, anschliessend vakumiert und dann ab zur Post.
Das war am Dienstag.
Am Donnerstagmorgen um zehn Uhr klingelte die liebe Post.
In der Hand ein ganz langer Karton mit dem Absender: Fisch Föh.
Der Inhalt?
Zwei Aale, frisch geräuchert und vakumiert.
Der Himmel auf Erden.
Am gleichen Abend habe ich dann eine Hälfte mit gebuttertem Körnerbrot verputzt.
Dazu ein kaltes Krombacher. Pils muss es sein, denn ein Kölsch ist dafür zu schwach.
Als Kölner fällt mir das nicht leicht.
Und die Liebste?
Lecker, meint sie, wirklich lecker.
Ich sag's ja: Der Himmel auf Erden.

Mittwoch, 26. November 2014

Hilde kann Kätzisch...

Ruhig ist es im Haus.
Ich lese Kruso, ein Buch, bei dem ich manchmal mit den Tränen kämpfe, aber das liegt nicht an diesem Buch, sondern an meinen Befindlichkeiten. Ich bin einfach so.
Hilde ruht, vor Blicken verborgen, auf der Fensterbank, ich kann durch den ganz dünnen Vorhangstoff  ihre Umrisse nur erahnen.
Es ist ganz, ganz still.
Nicht ganz.
Ich höre einen Laut, zwischen leisem Husten und leisem Gemaunze.
Sowas habe ich noch nie gehört.
Mein Blick wandert in Richtung Fenster.
Alles normal.
Alles normal ???
Nein, inzwischen erkenne ich, dass Hilde sich aufgerichtet hat, die halben Hust- und Maunzlaute haben sich gesteigert.
Kätzisch, reines Kätzisch.
Der Grund räkelt sich auf der anderen Seite der Fensterbank.
Paule.
Er gibt mal wieder eine seiner besten Nummern!
Sich aufrichten, an den Kanten reiben, den hellen Bauch zeigen, den Kopf und die breiten Pfoten an die Scheibe pressen, dabei so laut Schnurren, dass Hilde nicht mehr weiter weiss.
Sie faucht nicht, sie knurrt nicht, sie kann nur noch Kätzisch.
Aber WIE !!!
Laut und deutlich.
Ich öffne einen Fensterflügel und Paule sucht das Weite.
Ruhig ist es im Haus.

Donnerstag, 13. November 2014

Serrano - Pfannkuchen...

Gerade jetzt, in der kälteren Jahreszeit, gibt es oft nichts Besseres als einen schönen Speckpfannkuchen mit Feldsalat. Denkste!

Das lässt sich steigern - und zwar mit gutem Serrano-Schinken aus Spanien.

Ich bereite den üblichen Pfannkuchenteig mit vier Eiern, drei vollen Esslöffel Mehl und einer Tasse Milch zu, eine Prise Salz und quellen lassen.

Nach etwa zwanzig Minuten, in der gleichen Zeit hat der Schinken Zimmertemperatur
angenommen, kommt ein ordentliches Stück Butter in die schwere, beschichtete Alupfanne und der Pfannkuchenteig  wandert per Schöpfkelle dort hinein und wird so geschwenkt, daß ein sehr dünner Pfannkuchen ensteht.

Nach dem Wenden, die goldgelbe Seite lächelt mich an, wird hier der Serrano platziert.
Die hauchzarten Seiten werden quasi nur erwärmt und sofort in den fertigen Pfannkuchen eingewickelt. Heiss servieren.

" Lecker! " haucht die Liebste und ich hauche aus der Küche: " Ja, extra für dich... "

Der Feldsalat haucht nicht, er schmeckt nur köstlich. Wie immer.

Mittwoch, 22. Oktober 2014

Paule, die Zweite...

Tja, sowas gibt es wirklich!
Ich lüfte das ganze Haus und weil ich denke, daß es dem Paule ganz schlecht geht, stehen die Terrassentüren sperrangelweit offen.
Ich denke ja: Paule ist fort...
Dann höre ich plötzlich ein kleines, feines Maunzen aus der Küche.
Paule!
Leicht angeschlagen, so wie in Runde Elf, bewegt er sich in Richtung Futterbuffet.
Ich lasse ihn in Ruhe und er beginnt zu fressen.
Nur das frische Feuchtfutter von Hilde, die nicht mehr zu sehen ist.
Nachdem er das Schälchen verputzt hat, sage ich ihm: Nun ist genug, jetzt wieder raus.
Immer noch leicht angeschlagen geht er zur Terrasse und verschwindet leise.
In der Zwischenzeit habe ich seine Besitzer informiert.
Die bedanken sich ganz lieb und freuen sich mit mir.
Hilde? Sitzt in der Küche vor der leeren Schüssel und schaut mich fragend an...

Nachtrag:
Ich glaube, daß Paule die ganze Zeit unter unserer Terrasse war.
Die ist acht Meter lang und vier Meter breit.
Darunter wuchern ein paar Pflanzen und sonst nichts.
Erst an der Brüstung zum Garten stehen unsere Blumen, Stauden und der Hollunder.
Auf der Terrasse steht immer eine Keramikschüssel mit frischem Wasser.
Für alle Fälle...

Dienstag, 21. Oktober 2014

Paule...

Paule ist weg, das heisst, er kommt nicht mehr zu Besuch.
Am letzten Dienstag saß er noch im Vorgarten unter dem Rhododendron, schaute etwas zögerlich, aber nicht ängstlich, und Hilde ruhte auf der kleinen Bank, völlig entspannt.
Nun muss man wissen, daß Paule sich diesen Platz durch Beharrlichkeit und Mut erkämpft hatte.
Tag für Tag und Nacht für Nacht tauchte er auf, schmiss seinen ganzen Charme in die Waagschale, um an Hildes Seite leben zu können und er hat uns auf diese Art doch sehr beeindruckt.
Anfangs teilten wir Hildes Geschrei, wenn Paule zu nahe kam, aber das legte sich mit der Zeit.
Ja, wie oft haben beide Katzen zuletzt in direkter Nähe beieinander gelegen, und es war Frieden bei den Tieren und bei den Menschen.
Und nun kommt Paule nicht mehr.
Zuletzt hat sein Herrchen nach ihm gesucht und uns darüber informiert, daß Paule wohl krank sei und ein paar Tage nicht mehr gefressen hat. Und daß er auch zu Hause nicht mehr aufgetaucht ist.
Wo immer Paule jetzt auch sein sollte, ich wünsche ihm von ganzem Herzen, daß es ihm gut geht und man ihm diese Zeilen vorliest.
Heulen tu ich jetzt nicht.
Leider doch...
Ach, Paule, ich vermisse dich so!

Donnerstag, 16. Oktober 2014

Quittenlikör!

Endlich - es ist wieder soweit - die Quitten sind reif.
An unserem über dreissig Jahre alten Qittenbaum hingen die gelben Früchte und riefen uns zu:
Aufheben und sammeln.
Denn ernten brauchen wir die Quitten fast nie, das besorgt in der Regel der kräftige Herbstwind. Dann liegen die Früchte im Gras herum, faules Pack, und wir müssen uns nur noch bücken.
Aber: Sag das mal meinem Hexenschuss, der grinst sich Eins und lässt mich zappeln.
Trotzdem landen die gelben Halbpfünder in den Körben und warten dort auf die Weiterverarbeitung.
Der schnellste Weg, um zum ersten Erfolg zu kommen, besteht im kurzen Waschgang und einer wilden Zerkleinerung. Zwei bis drei ganze Quitten reichen für ein ganzes Einmachglas.
Dazu kommen ein Kilogramm Rohrzucker und ein Liter Wodka mit vierzig Prozent.
Das Glas wird verschlossen und wandert für sechs Wochen an einen dunklen Ort.
Dort wird es täglich einmal mit sanfter Hand gewendet.
Am Ende erfolgt die Ernte: Bester Quittenlikör.
Auf schöne Flaschen gezogen und zu Weihnachten verschenkt.
Hhhmmmmhhh - sagen die Leute. Stimmt...

Sonntag, 21. September 2014

Menschen, die auf Ziegen starren...

Wir sitzen mit der Jüngsten auf der Terrasse, die Sonne scheint und unsere Blicke richten sich auf einen großen Bildband über Norwegen, den die Tochter, in der Mitte sitzend, den Eltern zur Erklärung ihres Urlaubs aufgeschlagen hält.
Plötzlich erscheinen am linken Augenrand zwei ziemlich große, hellbraune Hunde, die langsam in unseren Garten schlendern.
Zwei ziemlich große Hunde? Mit HÖRNERN ???
Schau mal Papa, da spazieren gerade zwei Ziegen in unseren Garten! sagt die Jüngste ganz gefasst und ruhig.
Wie bitte?
Die Resthaare von mir stehen schon zu Berg und wir eilen an die Brüstung, um diese Spaziergänger näher in Augenschein zu nehmen.
Hoch erhobenen Hauptes, ja schon fast ein wenig hochnäsig, schreiten die beiden Ziegen nebeneinander her und schauen mal nach Rechts und mal nach Links.
Ein kurzer Blick genügt und wir stellen fest: Ziegenböcke.
Der stämmigere und größere ist offenbar der Chef, Herr Schmidt, und ihm zur Seite, ein wenig kleiner, Herr Schmidtchen.
Sie stellen fest, daß die zarten Triebe von den Himbeeren besonders verlockend schmecken, aber auch die jungen Triebe der Johannisbeeren, der Pflaumenbäume oder der Stachelbeeren.
Eine junge Vogelbeere wird komplett verputzt und wir beschliessen, die Tiere festzusetzen.
Aber wie? Wir haben keine Halsbänder oder Stricke, mit denen die Ziegen gehalfert werden könnten.
Ein Anruf bei der Landwirtin bringt etwas Klarheit: Auch sie weiß nicht, wem die Ziegen sofort zuzuordnen wären, hat aber einen Verdacht. Und, sie bietet ihre Hilfe an, denn sie vermutet völlig zu recht, daß uns jedes Werkzeug fehlt, um die Tiere in Sicherheit zu bringen.
Ein paar Minuten später ist sie mit Halsbändern und Stricken zur Stelle, nebst Tochter und dem Willen, die Ziegen einzufangen.
Sie geht dergestalt routiniert und mutig zur Sache, daß der größere Bock von ihr an den Hörnern gepackt wird, ich übernehme, und sie legt ein Hundehalsband nebst einem Strick mit Karabinerhaken an.
Damit wird der Bock am Apfelbaum angebunden.
Um Schmidtchen brauchen wir uns nicht zu kümmern, meint sie trocken, solange Herr Schmidt am Baum steht, wird er den Garten nicht verlassen.
Und so war es - bis Schmidtchen den Nachbarsgarten entdeckte und sich dort auf der Terrasse in die Sonne stellte.
Was ist denn hier los? So die Nachbarin sicher vom Balkon im Ersten Stock.
Tja, wir haben Besuch!
Daraufhin beschlossen wir, auch Schmidtchen an die Leine zu legen, was dann mit Hilfe des Hundegeschirrs einer weiteren Nachbarin gelang.
Mit Brötchen angelockt, bei den Hörnern gepackt - passt schon.
Nach einiger Zeit erschien die Landwirtin wieder, im Schlepptau den Menschen, der als direkter Nachbar des Ziegenhalters den Verlust zwar bemerkt hatte, aber ja nicht wissen konnte, wohin sich Herr Schmidt und Schmidtchen aufgemacht hatten.
Kurzerhand wurden die Tiere, an den Stricken gefasst, wieder in ihr Gatter zurückgebracht.
Nachspiel: Böcke stinken, weil sie sich beim Pissen die Vorderbeine markieren.
Und diejenigen, die einen Bock eben dort anfassen, um den Lauf der Dinge zu beschleunigen,
haben dann an der Kleidung und den Händen eben diesen Duft zum Dank...
Das war ein schöner Tag.

Freitag, 5. September 2014

Die ersten Pilze... ( Der Liebsten gewidmet )

Fürwahr - die Liebste lag mir schon seit Tagen in den Ohren:
Am Samstag gehen wir in die Pilze!
Wir wohnen so nah am Wald, und damit auch an den Pilzen, daß es überhaupt keine Frage ist, daß wir die ersten Pilze selbst ernten werden.
Doch nicht beim Edeka...
Nein, und so stapften wir bei bestem Spätsommerwetter durch den Wald, bewaffnet mit zwei Klappmessern und einem Weidenkörbchen.
Eines der Klappmesser ist ein echter Hirschfänger mit feststehender Klinge, eine stille Erinnerung an meinen Vater und sein Fachwissen, welches er als Jäger und Angler an mich weitergegeben hat.
Wir haben die Erfahrung gemacht, daß ein Weidenkörbchen dafür sorgt, daß wir Suchenden uns nicht zu weit voneinander entfernen, man verläuft sich nicht und es gibt auch eine gewisse Sicherheit.
Gefunden haben wir Maronen, Steinpilze und Pfifferlinge.
Diese wurden geputzt, zerkleinert und wanderten mit einer Zwiebel in Butter und Speckwürfeln in die Pfanne.
Voilà - unsere erste Pilzmahlzeit.
Und das Beste: Am nächsten Morgen erwachten wir mit bester Laune und kerngesund.

Donnerstag, 28. August 2014

Acht

Am Montag dieser Woche war ich nahe dran:
Zehn Brötchen und fünfzehn Thüringer Rostbratwürste für sieben Männer.
Das reichte für eine leichte Sattheit, haben wir doch vorher entschieden,
beim Regen nicht in den Wald zu gehen.
Immerhin!

Dienstag, 19. August 2014

Sieben

Komme wieder, wenn ich mit fünf Broten und zwei Fischen
mehr Menschen ernähren kann als wie Edeka, Lidl und Aldi.
Das dauert.
Bis dann.

Dienstag, 29. Juli 2014

Jetzt schlägt's Dreizehn!

Jede normale Kuckucksuhr schlägt zweimal am Tag die Zwölf.
Aber nicht bei mir.
Kaum ist der zwölfte Ton verklungen, höre ich, wie das leise Echo noch eine Dreizehn hinterher schickt. Ja, ganz leise. Aber:
Kaum ist auch dieser Ton verklungen, schon sehe ich, daß auf der Terrasse die frische Wäsche auf dem Ständer leicht wackelt.
Die Wäsche wackelt?
Du meine Güte, nichts wie raus und den Ständer ins Haus geholt.
Kaum bin ich mit dem vollgepacktem Ständer im Haus, da öffnet sich der Himmel und ungeheure Wassermassen stürzen zur Erde.
Ein echter Wolkenbruch.
Es regnet so heftig, daß sogar die Fensterscheiben, die sonst vom überkragendem Dach geschützt sind, vollkommen nass geregnet werden.
Hilde?
Hilde hat vorher, als ich den Ständer räumte, den Sommerliegesessel verlassen und den Spezialplatz, ihren Korb auf dem Bücherregal, über die Treppenstufe, welche auf gleicher Höhe liegt, ersprungen und sich friedlich dort eingerollt.
Mann, Mann, Mann - es schlug Dreizehn!

Mittwoch, 16. Juli 2014

Sommerpause...

Die Grüne Sauce mit Blüten von Pimpinelle und Schnittlauch war großartig.
Dazu Pellkartoffeln und Schnitzel Wiener Art - hervorragend.
Die Apfelsaftschorle und der trockene Rosé aus Hammerstein - sehr lecker.
Nun schlüpfe ich in meine Latzhose, nehme die Liebste an die Hand
und wir verschwinden im Wald.
Sommerpause.
Herzliche Grüße aus dem Westerwald.
Bis die Tage...
Adieu und auf Wiedersehen!
LG - Wolf

Montag, 14. Juli 2014

Geschafft!

Das war die erste im Haus gerauchte Zigarette, und nicht auf der Terrasse.
Alle Fenster standen offen, die Türe zur Terrasse ließ die Nachtluft ungehindert herein, und ich musste eine von zwei Zigaretten leise im Stehen rauchen.
Es ging nicht anders.
Hilde verschwand nach den ersten Brüllern, und die waren laut, sehr laut, und dann nahm alles seinen Gang...
Mario Götze schoß das Tor, nachdem Jogi Löw ihn mit dem Spruch auf das Feld schickte:
Du bist besser als Messi!
Recht hatte er!
Hilde?
Nun ist sie schon längst wieder da, frisst ihr Feuchtfutter und meint:
Sachmabistejetztwiedernormal???
Ja, ich bin wieder normal.
Aber: Normal ist das nicht!

Donnerstag, 10. Juli 2014

Ja, was war das denn???

Argentinien vs. Holland: Standfußball.
Zweiundzwanzig Mann rennen umeinander, wovon ganze Zwei sich in der Regel in einem kleinen Häuschen aufhalten, das nur von einem Netz bedeckt wird. Der Rest läuft frei herum.
Und nun?
Diese Zwanzig, die frei herumlaufen, haben weder Plan noch Zirkel, sie rennen einfach nur rum.
Dabei gefallen sich einige in ausgesuchten Posen, wenn sie einmal hinfallen.
Da fasst sich einer an den Kopf, als ob er gerade dort empfindlich getroffen worden wäre, und die Zeitlupe macht klar: Es war nur heisse Luft.
Oder die empfindlichen Beinchen. Schon stürzt ein Mann zu Boden, der eben noch völlig frei herumlief, er verzerrt das Gesicht zur Schmerzgebärde und die Zeitlupe zeigt: Da war nix.
Davon hatten wir gestern Abend reichlich und sehr gekonnt.
Standfußball vom Feinsten.
Sollte das der kommende Weltmeister sein. Mit Standfußball?
Nein, da vertraue ich nun mal ganz den deutschen Jungs.
Die werden rennen, retten und kämpfen.
Bis auf Mertesacker, der spielt ja mal wieder nur nach hinten.
Hoffentlich nicht, vor allen Dingen dann nicht, wenn Neuer mal wieder an der Mittellinie steht...
Wir werden sehen!

Mittwoch, 9. Juli 2014

Ich wundere mich überhaupt nicht...

Gestern Abend lief ein brasilianischer Hühnerhaufen gegen eine deutsche Wand.
Völlig falsch eingestellt und voller Selbstüberschätzung dachten die Brasilianer, es genügt lediglich, wenn sie aufs deutsche Tor zurennen und den Ball dort versenken.
Da hatten sie sich leider vollkommen verrechnet.
Die Räume, die sich bei einer so schludrigen Einstellung öffneten, ergaben dann ein Ergebnis zur dreissigsten Minute:
Fünf zu Null.
Spätestens beim Stande von Drei zu Null hätte der Trainer reagieren müssen und algerische Verhältnisse wären eingekehrt.
Aber nichts von Alledem passierte.
Und so kam es zum Jahrhundertereignis:
Brasilien verliert auf eigenem Platz gegen die deutschen Fußballjungs mit Sieben zu Eins.
Perfekt!

Dienstag, 8. Juli 2014

Der Sommer ist da: Es regnet!

Na endlich, es regnet.
Wochenlang nur schönes Wetter, dann gestern Abend ein kleiner Wolkenbruch mit heftigen Böen, nur ca. fünfzehn Minuten lang. Aber, wie gesagt, sehr heftig.
Nun regnet es schon den ganzen Vormittag, die Bäume und Sträucher sind entsprechend nass und ich brauche einen Schirm, um trockenen Schrittes die Garage zu erreichen.
Alles halb so wild. Wild, ja eher zahm, ruht Hilde im Terrassenzimmer, zusammengerollt und handlich anzusehen. Nur die Ohren sind gespitzt. Ich glaube tatsächlich, daß ich noch niemals gesehen habe, daß ihre Ohren schlaff  herunterhingen, wie bei jedem Hund, der pennt.
Meine Bewegungen außerhalb des Hauses haben nur einen Zweck:
Ab zum SB, dort schöne Sachen einkaufen, danach gut kochen und dem Fernsehabend entgegensehen.
Wie das anstehende Fußballspiel zwischen Brasilien und Deutschland ausgehen mag, das entscheidet nicht der liebe Gott sondern der Spielverlauf und die Gedanken/Beine der Spieler.
Hauptsache, Mertesacker spielt nicht dauernd nach hinten.
Das macht mich rasend - wo ich doch von Natur eher gemütlich geworden bin.
So denke ich, die Liebste leider nicht...

Sonntag, 29. Juni 2014

Körpersprache: 1. Hilde

Wir alle kennen Körpersprache, ja sogar bei unseren Lieblingen, egal ob Tier oder Mensch, wissen wir diese in der Regel sehr deutlich zu interpretieren.
Hilde, unsere geliebte Felldame im zarten Alter von zwölf Jahren, hat eine eigene Körpersprache entwickelt, die so ausgelegt ist, daß wir sie auch RICHTIG verstehen.
Sie entfernt sich von der Ruhe- oder Döseposition in Richtung Terrassentüre und schaut hinaus.
Nach ein paar Sekunden, in denen sie sich sicher ist, dass wir ihre Aktivität bemerkt haben, setzt sie sich so in den Raum, daß ihr Körper deutlich auf die offenstehende Küchentüre gerichtet ist.
Aha, und dort steht ihr Katzenbuffet; eine kleine Metall-Schüssel mit Feuchtfutter, eine kleine, getöpferte Keramikarbeit aus Friedberg mit Trockenfutter, eine Halbe aus Stuttgart mit frischem Wasser.
Kaum erhebt man sich, um den Zustand des Buffets zu kontrollieren, sitzt Hilde schon vor der völlig leeren Metallschüssel und blickt intensiv trauernd in Dieselbe hinein.
In der Folge greifen wir zum Nachschub und füllen frisches Feuchtfutter nach.
Der Nahrungsaufnahme, vulgo dem Fressen, folgt der Verdauungsspaziergang oder der Verdauungsschlaf.
Beides findet sowohl drinnen wie auch draussen statt, je nach Wetterlage.
Eine andere Art, auf beginnenden Nahrungsmangel hinzuweisen, besteht in der urplötzlichen Anschmiegsamkeit von Hilde, sei es durch Reiben an den Füßen oder einem Sprung auf den Beistelltisch und das interessierte Mitbetrachten des Fernsehers.
Egal, was läuft, wir wissen, sie will fressen und nicht fernsehen.
Kaum erheben wir uns, weil sie einem dermassen auf die Pelle rückt, daß man seine Ruhe haben will, schon sitzt sie wieder wie in Position Zwei vor dem Buffet.
Der Rest folgt automatisch. Wir kontrollieren und richten an.
Aber, es kommt auch vor, daß sie draußen an der Türe kratzt, ich lasse sie herein, sie stellt fest:
Leider leer - ich fülle frisches Feutfutter nach, sie schnuppert daran und verlässt das Haus wieder, in der ruhigen Gewissheit: Es ist ja angerichtet.
Bittegerne, Hilde!

Montag, 23. Juni 2014

Das war's

mit den gequetschten Kartoffeln.
Himmel Herrgott nochmal, ich möchte nicht wissen, wie oft der Vincent für diese Nummer geprobt hat. Bei mir und in meiner Pfanne erlebte ich ein Fiasko.
Die Kartoffeln gingen bei der Quetscherei einfach nur kaputt und ich hatte Mühe, diese Masse dann in der Pfanne in Form zu bringen und auch noch zu braten.
Der Schuß ging nach Hinten los, und nur, weil die Liebste auf frischem Rosmarin bestand, konnten wir die faulen Bratkartoffeln aus dem besten Olivenöl (Apulien) noch geniessen.
Nein, dieses Gericht wird es bei uns nicht mehr geben.
Wollen wir Bratkartoffeln haben, dann nehme ich festkochende, frisch geschälte Kartoffeln, heisse Butter und sonst nix. Braten, braten, braten - bis die Dinger kross und braun sind, goldbraun, kleine Zwiebel, fein gewürfelt dazu und fertig.
Dazu dann Nüsslisalat, Kopfsalat, Tomatensalat, Spiegeleier oder Lachs, Filet oder Roastbeef.
Aber unter keinen Umständen Kalbsgulasch.
Das mag der Vincent mögen, ich bevorzuge Krüstchengulasch.
Dazu geniessen wir Spaghetti oder Spirali.
Man lernt ein Leben lang.
Ich auch.

Donnerstag, 19. Juni 2014

Gequetschte Kartoffeln

Genial, Vincent Klink, einfach nur genial!

Durch einen Zufall landete ich im TV auf einem Kanal, wo der von mir leicht sehr verehrte Vincent Klink mal wieder rumzauberte. Das Hauptgericht bestand aus einem Kalbsgulasch mit frischen Zwiebeln und Tomaten, Kräutern aus dem Garten und - gequetschten Kartoffeln.
Die gequetschen Kartoffeln, oder Bratkartoffeln für Faule, bestehen in erster Linie aus Pellkartoffeln, die einfach mal in zwei Hälften geteilt werden.
Danach werden Zwiebeln fein gewürfelt oder in feine Scheibchen geschnitten.
Es folgt gutes Öl in eine große Pfanne, dorthinein dann haufenweise (wörtlich) die Zwiebeln,
und auf die Zwiebelhäufchen dann die von Hand gequetschten Kartoffeln. Vorher eventuell auf der Schnittfläche leicht gesalzen und gepfeffert.
Die Kartoffeln verbinden sich mit den Zwiebeln, nehmen Farbe an und wandern auf die Teller.
Dort treffen sie dann auf das Kalbsgulasch mit den eingekochten Zwiebeln und Tomaten.
Beim Zuschauen wusste ich sofort: Das machste nach.
Und zwar so bald wie möglich.
Ich kann mir gut vorstellen, wie diese Bratkartoffeln für Faule mit frischen Matjes aus Holland eine glückliche Ehe eingehen werden. Oder mit Spinat und Spiegeleiern. Oder mit frischen Forellen.
Oder, oder oder...

Sonntag, 15. Juni 2014

Hähnchenkeulen

Ich könnte ja jetzt auf Rezepte zurückgreifen, die quasi im Blog herumliegen.
Aber - wie soll ich die finden?
Denn die Suchmaschine sendet mir bei der Anfrage: Hähnchenkeulen - 1.116 Rezepte.
Da habe ich mir gesagt: Es wird doch heute noch genug Leute geben, die mir helfen können.
Wobei ich nicht darüber reden werde, daß ich die vor mir liegenden Keulen gedanklich bereits verarbeitet habe.
Sie wandern zum Teil unter den Grill.
Gewürzt mit flüssiger Butter, Pfeffer und Salz, frischem Thymian, Rosmarin und Estragon.
Oder nur zitroniert, danach gepfeffert und gesalzen, Cayenne!!!
Oder mit Ei und Pannade - ja klar, auch mit Pfeffer und Salz.
Oder in der Casserolle, entbeint und auf Mini-Rispentomaten plus reichlich frischem Knofel.
Nur: Der Pfiff, der mich am Ärmel reisst und ruft:
Hallo, versuch doch mal folgende Methode!
Auf den Pfiff warte ich.
Pfürti!

Donnerstag, 12. Juni 2014

Alles Käse

Das kann ja heiter werden!

In Erinnerung an die unvergessliche Frankfurter Kleinmarkthalle mit ihren Angeboten aus aller Welt und den Genüssen, die man dort erleben kann, muß ich nun ein paar Käses zum Besten geben.

Fange ich an mit der Königin: Vacherin Mont d'or. Ein Rohmilchkäse, den man unbedingt einmal gegessen haben sollte. Natürlich nur vollreif und laufend, so laufend, daß die Zunge hechelt.

Epoisse - nicht der Zweite Platz - nein, nur ebenbürtig.

Brie de Meaux - unbedingt probieren, kann zu jeder Tageszeit verputzt werden.

Sainte Maure - edel und kräftig, aber nicht immer.

Langres - ja, das sollte gelegentlich auf den Tisch, ohne Brot, nur der Käse.

Camembert Normand - immer, zu jeder Zeit.

Tete de Moine - als Röschen abfüllen lassen, niemals als Scheibe. Schande!

Alle anderen, wie Roquefort, Mozzarella di Bufala, Charolais, Coeur du Neufchatel, Chabi, Gaperon, Greyerzer, Emmentaler oder Appenzeller - immer her damit, niemals aufgeben und nur beim Käsefachhändler oder seiner Frau.

Ich weiß, daß bei mir die Franzosen überwiegen, das hängt damit zusammen, daß Parmesan oder Gorgonzola eher zum Kochen verwendet werden und die Engländer nicht gerade als Käsespezialisten aufgefallen sind - Stilton fällt mir da gerade noch ein.

Danke, gerne.

Mittwoch, 11. Juni 2014

Wespenliebe

Eine Situation, die man sich nicht aussuchen kann:
Wir haben im Rolladenkasten über der großen Terrassentüre ungebetenen Besuch:
Wespen.
Sie schwirren ohne Gefahr für Mensch und Tier eilig durch die Luft und wir warten auf die Feuerwehr.
Das hat einen einfachen Grund:
Unsere jüngste Tochter ist als kleines Mädchen so oft von Wespen gestochen worden, daß der Arzt uns vor weiteren Stichen mit deutlichen Worten warnte.
Eines Tages war es dann soweit. Ich hörte die Kinder auf dem Hof laut rufen und unsere Tochter eilte mit einer anschwellenden Unterlippe auf das Haus zu.
Ein Anruf beim Kollegen klärte den Weg zum nächsten Krankenhaus und zehn Minuten später waren wir dort.
Inzwischen lag das Kind bereits vollkommen rotfleckig und apathisch in den Armen ihrer Mutter. Noch während der Aufnahme kam ein Arzt mit aufgezogener Spritze dazu und rettete unserer Tochter das Leben.
An diesem Tag habe ich beten gelernt.
Daher haben wir uns nun entschlossen, die Feuerwehr zu Hilfe zu nehmen.
Wir vermuten mal aber wissen tun wir es nicht, daß die Wespen uns lieben, aber wir haben schlicht und einfach nur Angst.
Leider.